Ein "ganz normaler" Wachtag


Morgens beim Frühstück ab 7.30 Uhr sehen einige der Wachgänger noch sehr verschlafen aus, nicht alle bekommen ihr Brötchen, da sie es nicht bis 8.00 Uhr geschafft haben am Frühstückstisch zu sein.
Der erste Blick aus dem Fenster zeigt, dass das Wetter heute wieder gut werden wird, der Ostwind ist geblieben, und die Sonne scheint auch. Alles deutet auf einen schönen Wachtag hin.
Gegen 9.00 Uhr sind dann auch die letzten Morgenmuffel fit, die Hauptstation am Schönberger Strand wird aufgerödelt. Die Kali-Wachmannschaft fährt mit dem Bus nach Kalifornien.
Nachdem die Schönberger Station wachklar ist, bleibt noch ein wenig Zeit, bis der volle Wachbetrieb losgeht. Der Wachleiter Thomas Klingmann nutzt die Zeit, um mit den überwiegend jungen Wachgängern Knoten zu üben, damit diese in einem späteren Einsatzfall problemlos beherrscht werden.
Gegen 10 Uhr meldet die Hauptstation aus Kalifornien die Wetterdaten über Funk:
                           Wasser:                19º C
                           Luft:                     21º C
                           Wind:                   Ost, 3 Bft.

Gegen 11.00 Uhr werden die ersten Wachtrupps zu den Außentürmen geschickt. Immer zwei Rettungsschwimmer besetzen die Außenstationen. Ein dritter hat immer Freiwache, in dieser Zeit hält er sich an der Hauptstation auf und steht für eventuelle Einsätze zur Verfügung.
Der Tag verläuft ohne größere Zwischenfälle. Ein kleines Kind ist auf dem Deich gefallen und hat eine kleine Schürfwunde am Knie. Schnell wird die Wunde mit einem Pflaster abgedeckt und das Kind getröstet.
Gegen Nachmittag füllt sich der Strand, die ersten Berufstätigen haben Feierabend und gesellen sich zu den Urlaubern. Aber voll ist der Strand noch lange nicht, die Nordrhein-Westfalen haben noch keine Ferien.

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